Inhalt
Eingangshalle
Im Treppenhaus betreten die Gäste das Schloss, die Treppen werden mit allegorischen Statuen vier Naturgewalten (Erde, Wasser, Feuer, Luft) von Štěpán Borovec dekoriert. Als Dominante der Eingangshalle findet man die Deckenfreske, die nach 1738 gemahlt wurde und die das Frontprojekt des hiesigen Schlosses aus der 1. Hf. des 18. Jhs. veranschaulicht. Dieses Projekt wurde allein nie voll verwirklicht.
Empfangszimmer
Im Empfangszimmer beginnt die Besichtigung der umfangreichen Schlossexposition mit vor allem Barockmöbelstücken, die folgend durch weitere Gegenstände aus anderen Schlosssammlungen vervollständigt wird. Die Bildnisse aus 1650 stellen vier Teilnehner des 30-jährigen Krieges dar.
Kabinett der Gräfin
Im Kabinett der Gräfin findet man Familiengalerie des Lažanský-Geschlechts. Es handelt sich vor allem um Porträte der lezten 4 Generationen und ihren Nachkommen.
Schla
Im Schlafzimmer wurden Fragmente der ursprünglichen gemahlten Wanddekoration und Holzkonsolen erhalten, was typische dekorative mit Fresken harmonierende Interierelemente vom Schloss Manětín sind.
Venezianisches Kabinett
Das Kabinett trägt seinen Namen nach Rokokomöbel aus der 2. Hf. des 18. Jhs., die mit Szenen aus Venedig bemahlt wurden. Man kann hier zum Erstenmal das Porträt von Maria Gabriela mit ihren Kindern begegnen. Dieses Gemach diente ursprünglich als ihr Arbeitszimmer.
Die Besichtigung setzt weiter durch den Damenrosensalon in den Jagdgang fort, der vor allem interessante Blicke auf den französischen Garten und englischen Park anbietet.
Jagdkabinett
Im Jagdkabinett werden Schusswaffen aus der Hälfte des 19. Jhs. ausgestellt. Es gibt hier auch ursprüngliche Barockmöbel mit Jagdmotiven.
Grosser Gesellschaftssalon
Der grosse Gessellschaftssalon wird mit schwarzlackierte Möbel ausgestattet, die mit Messing, Perlmutter und weissen Marmor verziert wurde. Die Bilder an den Wänden – holländische Marinen – wurden nach 1650 gemahlt. Einige von ihnen stammen vom Rotterdamer Maler Jakob Adriaenz Bellevois.
Die Besichtigung setzt durch den Gang im Nordschlossflügel fort. Man kann sich hier verschiedene malerische Versuche des Adels aus dem 19. Jh. ansehen. Es sind hier z. B. eine kleine Sammlung der romantischen Aquarelle von Sidonia Hoyos, Gemahlin von Prokop Alois Lažanský, und ihrer Tochter Theresia.
Herrenarbeitszimmer
Im Herrenarbeitszimmer befindet sich eine Kollektion der Ölgemälden aus dem 18. Jh., die die Pferde abbilden.
Dvořák´s Galerie
Die Kollektion der 13 Bilder aus 1716 - 1717 bezieht man mit ihrer Seltenheit und Außerordentlichkeit in der Schlossexposition. Die von Václav Dvořák gemahlte Bilder stellen Diener- und Beamtenschaft der Nobilität von Manětín dar. Man teilt sie in zwei Gruppen – einzelne Bildnisse der stehenden Personen und Gruppenbildnisse.
Hauptsaal
Den Hauptsaal betrachten seine meisten Besucher als den schönsten Schlossraum von Manětín, vor allem wegen seiner Freskendekoration von Julius Lux aus Pilsen und Werkstatt von Philipp Bornschlegel aus Würzburg. Das bis heute nicht restaurierte Rokoko-Deskengemälde aus 1730 verherrlicht die Tugenden (Liebe, Stärke, Weisheit, Glück), die mit Allegorien vier Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) begleitet werden. An den Wänden hängen Porträte von Philipp Christian Bentum aus 1730, die die Familienmitglieder (Václav Josef Lažanský mit Söhnen und Maria Gabriela Lažanská mit Töchtern, und nahe Verwandten von Lažanský und Černín) darstellen. In Manětín findet man die grösste Kollektion der Bilder von Bentum in der Tschechischen Republik. Heutzutage werden im Saal Hochzeiten gefeiert und Konzerte gehalten.
Bibliothek
Die Schlossbibliothek gehört zu dem umfangreichen Bücherfond der Bibliothekenabteilung des Nationalmuseums in Prag. Die Bücher werden in acht ursprünglichen eichenen Glasschränken installiert. Es gibt hier mehr als fünf Tausend Bände und es dokumentiert die breite Interesse des Adels im 18. - 20. Jh. Die Deckenfreske von Lux stellt den auf einer Wolke sitzenden Zeus und die vor ihm kniende Pallas Athena (Minerve) in der architektonischen Gewölbenkonstruktion dar. Diese Freske wurde in 1993 restauriert.
Der Verbindungsgang, der ins Oratorium der Kirche St. Johann des Täufers führt, wird mit Abbildungen der Verwandten und Bekannten der Familie Lažanský dekoriert. Diese Galerie ermöglicht das Adelsleben und -mode kennenzulernen.
Empore
Dieser abgetrennte Ehrenposten in der Kirche wurde für Adel von Manětín bestimmt. Die hiesigen Herrschaften nahmen hier am Gottesdienst teil. Man kann von dieser Stelle die Pfarrkirche einsehen. Im Hauptaltar steht das Bild von Petr Brandl „Taufe Christi“.







